Flussreiniger an der Alten Donau!

Sie kommen frühmorgens zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad, einige wenige mit dem Auto, gar nicht wenige mit einem Boot zum vereinbarten Treffpunkt. Es ist noch ruhig an der Alten Donau. Ein frischer kühler Morgenwind streicht vom Wasser herüber, vom Gänsehäufel ist das Rauschen der alten Bäume zu hören.

Am Kasperl-Theater, einer kleinen Theke, direkt in der Einfahrt zum Grundstück des Hrn. Auzinger gelegenen, serviert ein in der Frühschicht befindlicher, stets freundlicher Kellner, guten heißen Kaffee.

Stetig wird die Schar der Helfer größer, man kennt sich, jeder Hinzukommende wird mit Handschlag begrüßt, es werden Warnwesten, Handschuhe und Müllsäcke ausgegeben.

Robert, der seit vielen Jahren mit jedem Schilfhalm an diesem Wasser per Du ist, ordnet die zu säubernden Uferstreifen und Wasserflächen zu. Es bedarf keiner langen Anweisungen. Jeder der Anwesenden kennt die Alte Donau. In einer halben Stunde ist der Spuk vorbei und der freundliche Kellner, der uns außerhalb der Geschäftszeit bedient hat, kommt doch noch zu einem verspäteten Frühstück.

Für Außenstehende auffällig sind danach Männer, Frauen und Kinder in grellen Jacken, die sich in Schilfgürteln und Ufersäumen der Oberen und Unteren Alten Donau herumdrücken und mächtige schwarze Säcke umherschleppen, sowie Bootsmannschaften die versuchen, sperrige Gegenstände aus dem Wasser in Boote zu heben.

Wie die Jahre zuvor machen die Plastikflaschen einen Gutteil der Funde aus. Die wenigen Großfunde, wie Fässer, Mülltonnen, Einkaufswagen und dergleichen mehr werden mit ihren Örtlichkeiten aufgelistet und von Pepi, unserem Umweltbeauftragten, unseren Freunden bei der MA 45 gemeldet und von dieser mit einem Hebewerk geborgen.

Einige „Flussreiniger“ sind mit dem Sammelergebnis unzufrieden. Sie verlangen nach mehr Beute und regen eine Verlegung der „Mistjagd“ in die Herbstmonate an. Unmittelbar nach der Badesaison gebe es mehr Mist zusammenzutragen, meinen sie!

Etwa gegen 12.00 Uhr macht sich im Bereich des Lagerplatzes der MA 45 der anregende Geruch von dampfenden Würsten und frischem Gebäck breit.  Bootsbesatzungen, Männer, Frauen und Kinder zeigen in den schwarzen Säcken stolz ihre Beute. Bei Würstel, Bier oder Saft klingt der Vormittag mit fröhlicher Stimmung aus.

Auch wir Angler sind zufrieden. Wir sind mit der Alten Donau verbunden. Ihr ökologisch einwandfreier Zustand liegt uns am Herzen. Zur Belohnung für fleißige Arbeit werden einige Gutscheine verlost. Auch hier haben diesmal die Richtigen gewonnen.

Danke an alle, die Mitgeholfen haben sagen Franz, Stefan und das Bewirtschaftungsteam.

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