Bilder der Steyr Grünburg

Revier Steyr Grünburg

Geografische Lage: 

Das Fischereirevier Steyr Grünburg liegt im Herzen des Steyrtales. Es liegt im Bezirk Kirchdorf an der Krems und erstreckt sich im Norden auch in den Bezirk Steyr-Land (Gemeinde Waldkirchen). Kennzeichnend für das Revier sind die vielen Einzugsbäche, die weit in den Nationalpark Kalkalpen führen.

Topografische Basisdaten

Seehöhe des Gemeindehauptortes 365 m

Geographische Koordinaten 47° 58' 19" Breite

14° 16' 40" Länge 

Nord - Süd Ausdehnung 6,2 km

Ost - West Ausdehnung 12,2 km

Blattnummer Österreich-Karte 1:50.000 68 0 0 0 

DKM-Info   (Digitale Katastralmappe) 

Der quellfrisch-grüne Steyrfluss, an beiden Ufern, beginnend bei der Einmündung des Pernzellerbaches, flussabwärts bis zur Wehrkrone des Kraftwerkes Humpelmühle.

Das Revier ist durch Reviertafeln gekennzeichnet. Alle Nebenbäche sind Schongebiet.

Die Steyr ist ein gut strukturiertes, mächtiges Gewässer mit ca. 30 m Breite und 5,1 km Länge. Sie liegt im Bereich der oberösterreichischen Voralpen und verläuft teilweise entlang der Ortschaft Grünburg, nahe der Stadt Steyr. Der Flusslauf ist gekennzeichnet durch drei große Wehranlagen, der sogenannten "Haunoldmühle" im oberen Abschnitt, der "Steinbacher- oder Stadtwehr" im Zentrum sowie der "Humpelmühle", die zugleich das Revierende bildet.

Beginnend bei der oberen Reviergrenze, dem Einfluss des Pernzellerbaches, bis zur ersten Wehranlage verläuft die Steyr eher schnellfließend. Im Bereich der Ortschaft bis zum Revierende mäandert sie langsamer und behäbiger. Der Fischbestand ist von der Bach- und Regenbogenforelle sowie Äsche dominiert. In typischen Abschnitten findet man die berühmte "Steyr-Äsche" hervorragend vertreten. Kapitale Exemplare sind hier absolut keine Seltenheit.

Durch die gute Bewirtschaftung des Gewässers zeigen diese Bemühungen auch schon große Erfolge, was wiederum Angelfreunde aus der ganzen Welt anzieht. Die Steyr hat in unserem Revier Güteklasse I – II

Die beste Zeit für die Trockenfliegenfischerei an der Steyr bei Grünburg ist sicherlich ab Mitte Juli bis Mitte August. Ist das Wetter stabil und erlaubt der Wasserstand das Bewaten fangträchtiger Stellen hat man den ganzen Tag kurzweilige Trockenfliegenfischerei.

Die wohl wichtigsten Insekten für uns Fliegenfischer sind um diese Jahreszeit Eintagsfliegen. Die dominierende Art ab Mitte Sommer ist wie an den meisten Gewässern im Alpen- und Voralpenraum Ephemerella ignita. Die Subimago (Dun) dieser Art ist den Fliegenfischern seit Halfords Zeiten als Blue Winged Olive (BWO) bekannt. Am Abend kommen ihre Weibchen, die Sherry Spinner, in großer Zahl zur Eiablage über das Wasser. Mit kleineren rötlichen Mustern ist man dann fast immer erfolgreich. Daneben kommen verschiedene Arten von Steinklammerern (Heptageniiden) vor, die man keinesfalls übersehen sollte. Es kommt immer wieder vor, dass die Fische kurzfristig diese etwas größeren Arten bevorzugt aufnehmen. Die Olive Upright (Rhithrogena semicolorata), Rh. beskidensis, und andere sind neben mehreren Ecdyonurus Arten wichtig.

Köcherfliegen haben an der Steyr bei Grünburg nicht die Bedeutung wie z.B. an den berühmten Fliegenstrecken der Traun. Erwähnenswert ist hier sicherlich die dunkle tagschlüpfende Welshman’s Button (Sericostoma sp.). Ist tagsüber keine oder nur geringe Insektenaktivität über dem Wasser, sind dunkle Rehhaar-Muster auf Hakengröße 12 –14 eine gute Empfehlung. Es empfiehlt sich diese ans gegenüberliegende Ufer unter Büsche, überhängende Felsen und Bäume zu werfen und mit Bewegung ins schnelle Wasser zu führen, gleich einer natürlichen Köcherfliege, die übers Wasser läuft. Äschen lassen sich dadurch eher nicht überlisten, aber Forellen attackieren diese Muster vehement.

Welche Wasserqualität die Steyr bei Grünburg hat, zeigt die besondere Steinfliegenpopulation. Hier kommt auch Besdolus imhoffi vor, eine Art, die jahrzehntelang in Europa als verschollen galt und die Anfang der Neunziger-Jahre des vorigen Jahrhunderts in einigen Gewässern im Voralpenraum wieder gefunden wurde. An der Steyr kommt sie durchaus häufig vor. Auch andere große Arten aus den Gattungen Dinocras und Perla sind in großer Zahl vertreten. Ihre Flugzeit liegt aber ausschließlich im späten Frühjahr und sie haben für die Sommerfischerei keinerlei Bedeutung.

Nur die gelben Arten aus der Gattung Isoperla und Chloroperla sind im Hochsommer für uns interessant. Sie können kurzfristig in hoher Zahl auftreten, meist sind sie jedoch nur vereinzelt über dem Wasser zu finden. Von Fischen werden sie bisweilen gerne aufgenommen. Wer seine Trockenfliege auch noch in der Dämmerung sehen will, dem kann man gelbe Steinfliegenimitationen auf Hakengröße 14 – 16 auf jeden Fall empfehlen.

Eine wesentliche Nahrungsquelle an der Steyr sind auch Landinsekten, insbesondere Ameisen. Der aufmerksame Fliegenfischer wird im bewaldeten Steilufer so manchen Ameisenhaufen finden, und Ameisen-Imitationen unterschiedlichster Bindeweise sind in den Sommermonaten sicherlich Geheimwaffen für die feine Äschenfischerei.